1864

Es begann 1864 mit Ernst Louis Arnold.
Er war der Gründer der Firma ELA und führte das Unternehmen gemeinsam mit seinen drei Söhnen in Carlsfeld/Erzgebirge.

1890

Die Anfänge von Arnold sind untrennbar verbunden mit dem Tango - jenem Inbegriff des erotischen Nahkampfes, der aus unscheinbaren Bürgern Latin Lover macht, die keinen Tanz absolvieren, sondern einen Ritus zelebrieren.

Kein Wunder, denn der Tango, eine ureigene agentinische Erfindung um 1890, stammt aus den Bordellen der großen Städte. Via Paris wurde er zum Modetanz für jedermann.
Ein Instrument verhalf dem Tango dabei zu seiner typischen Klangfarbe: Das Bandonion wurde vor etwa 150 Jahren von dem Krefelder Musiklehrer Heinrich Band aus der Konzertina entwickelt. Die Brüder Alfred und Paul Arnold aus Carsfeld im Erzgebirge verschafften dem Tongeber Weltruhm.

Nach dem Krieg war es Pauls Sohn Arno, der in Obertshausen
Bandonions produzierte.

1910

Nach Beendigung von ELA gründete einer seiner Söhne, Alfred Arnold, 1910 die Firma Alfred Arnold. 1911 stieg sein Bruder Wilhelm Paul Arnold mit in die Firma ein und beteiligte seinen Sohn Arno Arnold mit am Unternehmen. Arno Arnold wurde 1933 alleiniger Geschäftsführer.

Das Bandonion gehört zu den Balginstrumenten : Durch Zug und Druck werden Luftströme erzeugt und mittels beiderseitiger Knopftastatur in Töne umgewandelt. Dass Heinrich Bands Lebenswerk der Konzertina zu Hochzeiten den Rang abliefen, hat nicht nur etwas mit der Klangfarbe zu tun, sondern auch mit der Vergrößerung des Tonspektrums.

Wie Experten schwärmen, hatte das sogenannte Einheits-Bandonion 1924 schon 144 Töne, das mit klassifizierter Handlichkeit und spieltechnischer Breite den Tonerzeuger zum "vollkommensten Handzug-Instrument" werden ließ.

1930

1930 erteilte das Reichspatentamt Alfred Arnold in Carlsfeld, das Patent "Harmonikaförmig gestalteter Balg zur Schutzabdeckung für Führungsbahnen an Werkzeugmaschinen, insonderheit an Schlittenführung für Schleifmaschinen". Betrachtet man die zugehörigen Konstruktionszeichnungen laienhaft, sieht man die Bandonion-Technik geradezu vor sich. Die Faltenbälge entwickelten sich neben den weltberühmten "AA"-Bandonions als zweites Standbein. Und auch bei der Bandonion-Herstellung gab es Fortschritte. Um die Arbeitsabläufe zu beschleunigen, schrieb Arnold 1942 zum Thema "Welche Werkzeuge benötige ich zu den ersten Arbeitsgängen": Eine 3-spindliche Bohrmaschine, um ein Auswechseln der Bohrer während der Arbeit zu verhindern.

1949

1949, die Bundesrepublik entsteht, und ARNO ARNOLD fasst in Obertshausen neuen unternehmerischen Mut. Ob es wegen der handfertigen Arbeiter der Lederwarenhersteller, der Rohstoff Leder selbst oder freundschatfiche Beziehungen waren, ist nicht einwandfrei verbürgt. Jedenfalls waren es keine von der Gemeinde finanzierten Grundstücke oder Investitionszuschüsse. Das gab es damals noch nicht - nur Unternehmerrisiko. Und das wurde belohnt.

Noch spielte das Bandonion eine wichtige Rolle in dem "neuen" Unternehmen ARNO ARNOLD. Doch der Wandel war unaufhaltsam. Das Unternehmen hielt Schritt mit dem Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft und konzentrierte sich mehr und mehr auf die Weiterentwicklung von Schutzabdeckungen.

1955

Den allmählichen, aber entscheidenden Schritt von der Musik zur Maschine vollzog der Betrieb mit dem Eintritt Günter Weinmanns und dessen Frau Sigrid Weinmann geborene Arnold, in das Unternehmen. Er gründete die Weinmann-Faltenbälge GmbH, die die original WMB-Spirale, eine konische Federspirale zum Schutz von Spindeln sowie Wellen entwickelte und bekam für das Herstellungsverfahren in vielen europäischen Ländern ein Patent. Auch die Herstellung von Gleitbahnschützern und Kamerabälgen wurde immer mehr zum Unternehmensschwerpunkt.

1971

1971 schließlich nahm man Abschied vom Bandonion. Aber nicht von der traditionellen Verpflichtung, hochwertige Produkte, die den Anforderungen der Kunden entsprechen, zu fertigen.

1984

Mit der Übernahme der Geschäftsleitung durch die Enkelin von Arno Arnold Simone Weinmann-Mang und deren Ehemann Wolf Matthias Mang sind die Unternehmen Weinmann Faltenbälge und Arno Arnold in den Achtziger Jahren zur ARNO ARNOLD GMBH als einem internationalen Ansprechpartner in Sachen Schutz- und Sicherheitssysteme verschmolzen.

2000

Heute wie damals genießen Arnold-Produkte internationalen Ruf. Produktqualität, Kundennähe, Service – die Standards, denen sich das Unternehmen verpflichtet fühlt, sind zur Norm für eine ganze Branche geworden.

Darüber hinaus wurde ARNO ARNOLD vom TÜV Hessen 1998 mit der Registrier-Nummer 73 100 508 nach DIN EN ISO 9001 zur Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Schutz- und Sicherheitssystemen zertifiziert.
Außerdem ist ARNO ARNOLD eine von TÜV PRODUCT SERVICE zertifizierte Fertigungsstätte, die eine einwandfreie und gleichmäßige Fertigungsqualität sicherstellt.

2001

Auch 2001 stand ganz im Zeichen des steigenden Interesses an Arnold-Produkten.
So hat ARNO ARNOLD seine Produktionsfläche am Standort Obertshausen zu Beginn dieses Jahres fast verdoppelt.

2004

Zertifiziert nach der neuen Normenausgabe DIN EN ISO 9001:2000

In den letzten drei Jahren wurden wieder mehrere interessante Patente und Gebrauchsmuster neu angemeldet. Ein völlig neuartiges Prinzip zur Erhöhung des Anpressdruckes von im Arbeitsraum befindlichen Teleskopblechen stellt das Prinzip der „rückwärtigen Spannelemente“ dar. Diese erfolgversprechende Entwicklung sowie die neuen Produkte „Fix & Finish“ und „Wings“ zeigen die Innovationskraft und Stärke der Firma ARNOLD, die darüber hinaus durch die Anmeldung von über 35 Patenten, Gebrauchsmustern und Schutzrechten in den letzten 15 Jahren eindrucksvoll belegt wird.

2005

Auch in diesem Jahr konnte ARNO ARNOLD seinen Kunden viele Innovationen anbieten.
Getreu unserem EMO 2005-Messemotto "Vision is possible" machte ARNO ARNOLD fünf Neuentwicklungen als Visionen für unsere Standbesucher sichtbar. Es sind
die Patentanmeldungen:
Curvelet: Eine runde Sache für die Ecke
Winglet: Ein Flügel sorgt für Anpressdruck
Topclose: Die Gliederschürze als robustes Leichtgewicht
Detecta: Eine brandneue Abdeckung - meldet Schäden an Laserstrahlführungsbälgen
Slimcover: Die Abdeckung mit geringem Platzbedarf

2006

ARNOLD wächst und wächst und wächst...

Mit einem Auftragseingangszuwachs von mehr als 20% setzen wir unseren Aufwärtskurs konsequent fort. Mit dem Zukauf von rund 1 400 qm Produktions- und Lagerfläche und nach schnell vollzogenen Renovierungsarbeiten feierten Mitarbeiter und Geschäftsleitung am 23.06.06 die Einweihung der neuen Produktionshalle.

Mit der Möglichkeit am Standort Deutschland hochwertige Produkte schnell, präzise und zuverlässig herstellen zu können bietet sowohl der europäische, der amerikanische aber immer mehr auch der asiatische Absatzmarkt große Chancen. Deshalb wurde in diesem Jahr eine chinesische Tochter in Taicang gegründet. Mit Innovationen, Kundennähe und Technologieführerschaft behauptet Arno Arnold seine starke Stellung auf diesen Märkten.

2007

EinladungEMO07Neuheiten "für mehr Bewegung im Markt" stellte ARNO ARNOLD auf der EMO 2007 in Hannover vor. Neuentwicklungen die im Einsatz noch beweglicher sind und unabhängiger machen.

Um unseren Kunden die Optimierung von Beständen zu ermöglichen haben wir ein neues Hochregallager errichtet. Damit können wir als ausgewählter Lieferant unseren Kunden ein Dispositionsverfahren nach Jit/Jis oder Kanban –System gewährleisten.

ARNO ARNOLD ist damit für die künftigen Herausforderungen operativ und strategisch gut gerüstet.

2008

EinladungAMB08Eine "tragende" Rolle spielte eine der Neuheiten, die ARNO ARNOLD auf der AMB 2008 in Stuttgart präsentierte. Catena, ein selbstragendes Element mit einer "steilen" Flexibilität.

Und so bewegt und wegweisend, wie Vergangenheit
und Gegenwart für ARNO ARNOLD sind, so innovativ und erfolgreich wird auch die Zukunft sein.

Getreu dem Motto "Zukunft durch Herkunft".

 

2011

Die neuentwickelte Schutzabdeckung namens Strapano findet reges Interesse auf der EMO 2011. Das System hat ein geringes Eigengewicht, ist modular aufgebaut und vorallem reduziert es den Lmin erheblich im Vergleich zu marktüblichen Abdeckungen. Wir sind überzeugt, dass Strapano dazu geeignet ist flexiblen Maschinenschutzsektor in Richtung „Schutzabdeckungen ohne Faltenbalg“ zu revolutionieren.

 

2014

Zum 150 jährigen Firmenjubiläum macht sich Arno Arnold ein besonders Geschenk. Am 28.Februar 2014 wurde im Gewerbegebiet Obertshausen auf einem rund 1.600 Quadratmeter großen Areal mit dem Bau einer neuen Industriehalle begonnen. Mit der fast 3 Millionen Euro schweren Investition verfolgt das mittelständige Unternehmen an der Bieberer Straße die Ziele, seine Fertigungstiefe am Stammsitz zu erhöhen und die technologische Grundlage für weitere innovative Produkte im Bereich der flexiblen Schutzeinrichtungen für Industrieanlagen zu legen. Statt wie viele Konkurrenten, die ihre Produktion in den 1990er Jahren ins „billigere“ Ausland verla-gert hatten, bekennen sich die Geschäftsführer uneingeschränkt zum Standort Deutschland und zur Wirtschaftsregion Rhein-Main „Hier ist unsere Heimat, hier gehören wir hin - deshalb investieren wir in Obertshausen. Wir gehen diesen Schritt auch, weil wir für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Familien eine Verantwortung haben und so sichere Arbeitsplätze anbieten können“.